Das «Forum Psychotherapie» ist eine feste Einrichtung des ZüPP. Es bietet einerseits fachspezifische Inputs zu aktuellen Fragen durch kompetente ReferentInnen und dient andererseits dem Informationsaustausch zwischen Mitgliedern und Vorstand.
2009
Psychotherapie und Glück
Wann und warum ist der Mensch glücklich? Und wenn er es nicht ist, wie kann er es werden? Hilft vielleicht Psychotherapie? Wissen wir überhaupt, welche psychischen Prozesse zum Erleben von Glück führen? Weshalb führt Psychotherapie manchmal zu einer Verbesserung oder Heilung der Störung und manchmal nicht? Bei der Suche nach Antworten auf diese Fragen aus psychotherapeutischer Sicht wird oft übersehen, dass eine Erhöhung der psychischen Gesundheit nicht nur im Rahmen einer Psychotherapie geschieht, sondern unter verschiedenen Bedingungen auftreten kann und auf allgemeinen Heilprozessen beruht. Diese psychischen Heilprozesse führen kurzfristig zum Erleben von Freude und erhöhen längerfristig die persönlichen Ressourcen. Es ist deshalb für die Psychotherapie wichtig zu erkennen, welche Erfahrungen Glück oder Freude als kurzfristige Emotion auslösen, und welche inneren Stärken zu einer Erhöhung des Glücks im Sinne des längerfristigen Wohlbefindens führen. Nach einer Einführung in unterschiedliche Glücksvorstellungen werden in diesem Vortrag insbesondere die psychischen Heilprozesse dargestellt, die seelische Gesundheit ermöglichen. Anhand von Beispielen wird die Anwendung dieser Heilprozesse im Rahmen einer integrativen Sichtweise von Psychotherapie dargestellt. Referent
Dr. phil. Andreas Dick, Psychotherapeut FSP Datum
Ort
Zeit
Mittwoch 21. Oktober 2009
Zunfthaus zur Schneidern, Stüssihofstatt 3 , 8001 Zürich [Lageplan]
19:30 bis 21:30 Uhr, mit anschliessendem Apéro
Einladung (aus ZüPP aktuell Nr.3/09)
2008
Früchte des Zorns: Stressforschung bei Paaren Eine enge Partnerschaft und Ehe hat auch heute, trotz einem vorübergehenden Einbruch der Heiratshäufigkeit im letzten Jahr, ihre Bedeutung nicht eingebüsst. Rund 90 Prozent der Bevölkerung heiratet mindestens einmal im Verlauf des Lebens. Obwohl sich Beziehungskrisen und Scheidungen häufen, wünschen sich die meisten Menschen noch immer eine stabile Partnerschaft. Die Vorstellung, dass die Ehe ein Bund fürs Leben sei, wurde in den letzten Jahren vor dem Hintergrund der hohen Scheidungsraten relativiert. Die Partnerschaft und Ehe als Lebensform haben allerdings nicht wirklich an Attraktivität eingebüsst, ja selbst die Erwartungen an eine moderne Beziehung sind erstaunlich gleich geblieben. Liebe, Geborgenheit und Erfüllung sind wichtige Träger der modernen Zweierbeziehung geworden. Werden diese Erwartungen an die Partnerschaft nicht erfüllt, wird sie als unzufriedenstellend erlebt und aufgelöst, falls bessere Alternativen vorhanden sind.
Beziehungskiller Stress
Dass die Erwartungen an die Ehe und deren Realität auseinander klaffen, ist auf verschiedene Gründe zurückzuführen. Zum einen ist es heute schwieriger als früher, die Vorstellungen und Erwartungen an eine Partnerschaft und Ehe zu erfüllen, da sie ambitiöser sind und die Liebesheirat höhere Ansprüche an die Beziehung stellt. Zum anderen zeigen jedoch Forschungsarbeiten, dass insbesondere der Alltagsstress zu einer negativen Entwicklung innerhalb einer Partnerschaft erheblich beiträgt. Stress unterminiert die Partnerschaftsqualität schleichend, lange Zeit unbemerkt und führt zu einer Auseinanderentwicklung der beiden Partner.
(Zit. nach Guy Bodenmann: Ehe und Partnerschaft: Wunschbilder und Realität, in: Das Online-Familienhandbuch des Staatsinstituts für Frühpädagogik (IFP), www.familienhandbuch.de)
Referent
Prof. Dr. Guy Bodenmann, Professor für Klinische Psychologie mit Schwerpunkt Kinder/Jugendlich sowie Paare/Familien an der Universität Zürich Datum
Ort
Zeit
Link
Donnerstag, 23. Oktober 2008
Zunfthaus zur Schmiden, Marktgasse 20, 8001 Zürich [Lageplan]
19:30 bis 21:30, mit anschliessendem Apéro
» Programm / Einladung2007
Online-Games zwischen Identitätserweiterung und klinisch relevanter Verhaltenssucht Internet und Computerspiele haben in den letzten Jahren eine enorme Verbreitung erfahren und sind für immer mehr Menschen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Verchiedene Angebote im Netz wie Computerspile, Chatrooms und Sexseiten besitzen eine unheimliche Anziehungskraft, die für Jugendliche wie auch für Erwachsene eine Gefahr darstellen und in Abhängigkeit, Missbrauch und Sucht führen kann.
Referent
Franz Eidenbenz, lic. phil., Fachpsychologe für Psychotherapie mit Spezialgebiet Psychologie und neue Medien Datum
Ort
Zeit
Donnerstag, 13. September 2007
Zunfthaus zur Zimmerleuten, Limmatquai 40, 8001 Zürich [Lageplan]
19:30 bis 21:30, mit anschliessendem Apéro
» Programm / Einladung2006: Notfallpsychologie
Donnerstag, 7. September, 19:30–21:30 Uhr, anschliessend Apéro
Restaurant Neumarkt, David-Morf-Stube (1. Stock). » Einladung » Lageplan NeumarktReferentInnen:
Urs Braun, Psychiatrische Klinik Oberwil.
• Beispiel eines Notfalleinsatzes
• Organisation der Notfallpsychologie in der FSP
Jasmin Ackermann, lic. phil., Psychologischer Dienst der Stadtpolizei Zürich
• Beispiel eines Notfalleinsatzes
• Zusammenarbeit mit anderen Berufsgruppen
• Edgar Schaller, lic. phil., Schulpsychologischer Dienst Aarau
• Beispiel eines Notfalleinsatzes
• spezielle Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen2005: ADHD bei Erwachsenen – eine Zwischenbilanz
Mit Dipl.-Psych. Piero Rossi (Hauptreferat), lic. phil. Marietta Haller, lic. phil. Thomas Niggli, lic. phil. Marie-Anne Rahel und Charlotte Vogt Rothberg, M.A. 2004: Psychologische Schmerztherapie
Roberto Brioschi, lic. phil.: Das «Zurzacher Interdisziplinäre Schmerzprogramm ZISP»
Das am 2. September 2004 im Restaurant Neumarkt durchgeführte Forum Psychotherapie stiess auf überaus grosses Interesse und zeigte auf, dass sich die Psychologische Schmerztherapie zu einem wissenschaftlich fundierten und interdisziplinär vernetzten Spezialgebiet entwickelt, das nicht nur im stationären Bereich eine sehr interessante Herausforderung für PsychologInnen und PsychotherapeutInnen darstellt.
Brioschis Vortrag über das «Zurzacher Interdisziplinäre Schmerzprogramm ZISP» und eine lebendige Podiumsdiskussion mit Dr. Susanne Baumann (RehaClinic Bellikon), lic. phil. Ursula Galli (zahnärztliches Institut der Uni Zürich), lic. phil. Judith Humbel (Institut für physikalische Medizin USZ) sowie Dr. Alexander Liatowitsch (früher Triemli-Spital, jetzt eigene Praxis) boten einen sehr kompetenten und auch persönlichen Einblick in Grundlagen, Arbeitsweise, Grenzen und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten der psychologischen Schmerztherapie.
2003: Informationsveranstaltung über die Delegierte Psychotherapie 2002: Qualitätssicherung «Praxis der Qualitätssicherung oder warum Intuition nicht genügt»
Die Sektion Psychotherapie des ZüPP hat im Rahmen der jährlich stattfindenden Fortbildungsveranstaltung, dem Forum, dieses Jahr ihre Aufmerksamkeit auf die Situation der Qualitätssicherung in der Schweiz und im Ausland gerichtet.
Das Forum wurde am 11. September 2002 im Restaurant Neumarkt in Zürich durchgeführt. Referenten waren Dr. Hans Kordy, Co-Leiter der Forschungsstelle für Psychotherapie in Stuttgart, sowie Prof. Dr. Hugo Grünwald, Co-Leiter der Hochschule für Angewandte Psychologie HAP, Zürich.
Die Veranstaltung stiess auf reges Interesse und löste im Anschluss an die Vorträge eine engagierte Diskussion aus.2001: Wirksamkeit der Psychotherapie Was ist das Gemeimnis einer erfolgreichen Psychotherapie?
Dr. Peter Hain referierte über schulenübergreifende Wirkfaktoren der Psychotherapie.
2000: Psychotherapie und Medien. Volksnähe oder Boulevardisierung?
Mit Thomas Spielmann und Prof. Dr. Koni Rohner (Moderation)
1999: Identität von PsychotherapeutInnen zwischen Geist und Geld
Mit Dr. Christoph Pally und Raymond Fink
1998: Kriegstraumatisierte Kinder und Jugendliche in Bosnien.
Ein Bericht aus einem Projekt vor Ort.Von Dr. Hanna Wintsch
1997: Institutionelle Psychotherapie – ambulante Psychotherapie
Mit Prof. Dr. med. Daniel Hell, Direktor PUK Bürghölzli
1996: Psychotherapie an der Abteilung Klinische Psychologie der Universität Zürich: Lehre – Forschung – Praxis
Mit Prof. Dr. B. Boothe, Dr. R. Volkart, Dr. B. Meier Faber, Dr. K. Rink, lic. phil. A. von Wyl und lic. phil. R. Wepfer